Papier Upcycling - gebraucht und immer wieder gebraucht....

Papier Upcycling - gebraucht und immer wieder gebraucht....

Wir kennen das doch Alle:

Millionen Tonnen von Prospekten sowie Zeitungen werden jedes Jahr in die Briefkästen gestopft. Ein Großteil davon landet direkt in der Altpapiersammlung (teilweise ungelesen). Hier werden wertvolle Ressourcen verschwendet. Viele Briefkasteninhaber bringen zwar den Vermerk „Bitte keine Werbung“ auf ihren Briefkästen an, doch die Zusteller halten sich teilweise nicht darin. Daraus ergibt sich für jeden die Frage, wohin mit dem Berg von Papier? Anstelle, das alles auf dem Müll landet, kann das eine oder andere nützliche Teil daraus herzustellen. Sprich man betreibt auf so schön neudeutsch Upcycling.

Upcycling ist eine Mischform aus Aufwerten (Up) und dem Wort Recycling (Wiederverwerten). Dabei steckt hinter diesem Wort die Idee, aus weggeworfenen Abfällen neuwertige Produkte herzustellen, um dadurch zu verhindern, dass durch die Herstellung neuer Produkte unnötig Rohstoffe vergeudet und verbraucht werden. Im Unterschied zum eigentlichen Recycling wird durch das Upcycling das dazu verwendete Material wieder aufgewartet und dadurch entsteht Nachhaltigkeit und Umweltschutz.

Hier einige Beispiele und Anregungen:

Ökologische Geschenktüten: Aus Prospekten und Zeitschriften kann man mit etwas bastlerischem Geschick eine Geschenktüte herstellen. Solche Tüten kann man zwar auch in einem Schreibwarengeschäft kaufen, aber warum hier für etwas Geld ausgeben, das man aus dem vorhandenen Papierabfall herstellen kann.

Falten von Obst- oder Abfalltüten: Dabei kann man große Zeitungsseiten auch als Mülltüten-Ersatz einsetzen. Ebenso können diese als Tüten für den plastikfreien Einkauf von Gemüse oder Obst verwendet werden. Gerade im Bereich der Bio-Läden ist man auf solche Kunden gut zu sprechen, die ihre wiederverwendbaren sowie eigenen Papiertüten zum Einkauf verwenden. Dadurch wird auch beim Bio-Laden Geld gespart. Hier kann auch eine Faltanleitung ohne einen Klebevorgang zur Herstellung dieser Tüten zur Anwendung kommen.

Kostenloses Geschenkpapier: Das neue Geschenkpapier kommt einmal zum Einsatz und wird danach nach Beendigung des Auspackens in den Müll geworfen. Hierfür kann man alternativ die farbenfrohen Seiten aus den Prospekten oder auch aus Katalogen zum Einwickeln einsetzen. Gerade zur Weihnachtszeit oder vor Ostern gibt es viele Prospekte mit Ostermotiven oder Weihnachtsbildern in den Prospekten, die man dann wiederum zum Einpacken der Geschenke für Weihnachten oder Ostern verwenden kann.

DIY Briefumschläge für einen besonderen Anlass: Gerade alte Kalender, Reisekataloge oder etwas hochwertige Prospekte mit besonders guten Motiven sind gut für die Herstellung von Briefumschlägen geeignet. Hier sollte man jedoch etwas dickeres Material verwenden, weil die Umschläge ja auch stabil sein müssen. Dabei kann man dann die hieraus entstehenden Umschläge für besondere Anlässe, wie beispielsweise zum Verpacken von Karten oder zur Überreichung von einem persönlichen Geschenk verwenden.

Faltschachteln aus Steinpapier - oder Altpapier: Wenn man seine Geschenke etwas edler einpacken möchte, kommen hier auch häufig Geschenkboxen anstelle einer Geschenkpapier-Verpackung zum Einsatz. Diese dekorativen Faltboxen kann man mit relativ wenig Aufwand aus buntem Altpapier und auch Steinpapier, das man vorher bemalt hat, herstellen.

Kaminanzünder: Wenn man einen Kamin in der Wohnung hat oder gerne grillt, benötigt man einen Anzünder. Hier kommt häufig eine Klötzchen-Form aus einem etwas gehärten Kerosin-Gemisch zum Einsatz. Aber auch hier kann man eine Alternative aus Zeitungspapier herstellen. Dazu werden die Papierrollen vom Toilettenpapier sowie Prospekte und Zeitungen benötigt. Dabei werden die angesammelten Papierrollen mit Zeitungspapier ausgestopft, so dass daraus wieder eine kompakte Rolle zum Vorschein kommt. In diese Ausführung sollte man im nächsten Schritt flüssiges Wachs von einer brennenden Kerze hineintropfen. Dann kann eine solche Rolle als Alternative zum dem Kerosin-Klötzchen verwendet werden.

Papierröllchen für vielfältige Bastel-Ideen: Aus dem Papier einer Zeitung kann man mit etwas Geschick eine Vielzahl von Bastelobjekten herstellen. Hierzu bildet man dann aus Zeitungspapier lange rohrförmige Gebilde- formen (ähnlich wie Strohhalme). Diese rohrförmigen Gebilde sind dann stabil und können dann zu Kränzen oder Körbchen verarbeitet werden. Damit die Gebilde angefertigt werden können, werden neben dem Zeitungspapier oder den weggeworfenen Prospekten eine Stricknadel oder ein Holzspieß (für einen dünnen Stab), ein Kleber sowie eine Schere benötigt. Mit diesen Hilfsmitteln kann man dann diese rohrförmigen Gebilde herstellen. Daraus kann man dann ein geflochtenes Körbchen oder einen Kranz herstellen.

Die ganzen Anleitungen hierzu kann man sich ebenfalls im Internet ansehen und herunterladen.

Fazit

Anhand der hier jetzt aufgezeigten wenigen Beispielen wird ersichtlich, welche Möglichkeiten bestehen, nicht mehr einfach unachtsam die Flut von kostenlosen Prospekten und Zeitungen wegzuwerfen, sondern sich eingehend darüber Gedanken zu machen, in welcher Form man hier etwas zum Umweltschutz beitragen kann.

Probiert es Doch auch mal aus. Viel Spaß!