Meine Malerfahrung mit Steinpapier. Von Claudia Delissen

Bei meinen letzten Arbeiten mit Steinpapier verwendete ich das DIN A4 Format mit einer Grammatur von 192g. Weil das Papier für meine Verhältnisse sehr dünn ist, habe ich es auf der Rückseite nass gemacht und auf eine Glasscheibe aufgezogen. Dadurch ist auch gewährleistet, dass es plan liegt (wichtig beim Trocknen). Vor dem Malen habe ich das Papier mit einem Ochsengalle-/Wassergemisch vorbereitet, dann Aquarellfarbe aufgetragen und alles trocknen lassen. Dadurch dass das Papier kein Wasser aufsaugt, sacken die Pigmente nicht in die Vertiefungen des Papiers, sondern bleiben auf der Oberfläche stehen. Nachdem die Aquarellfarbe getrocknet war, habe ich mit einer Reißfeder silberne Tusche aufgetragen. Dabei löste die Tusche die Aquarellfarbe wieder ab und verdrängte die Pigmente der Aquarellfarbe. Nach dem Trocknen habe ich die Blätter gerahmt. Leider klebt der Tuscheanteil von innen an der Glasscheibe fest, sodass die Bilder untrennbar mit dem Rahmen verbunden bleiben. Ähnlich auch bei der Lagerung: Die Blätter kleben aneinander, beim Lösen entstehen Beschädigungen. Aquarellarbeiten müssen unbedingt fixiert werden.

Ihr seht Steinpapier ist ein spannendes, aber auch anspruchsvolles Material, für das man in seiner Anwendung auch mal Bekanntes hinter sich lassen kann. Wenn Ihr mehr erfahren wollt besucht mich unter https://www.claudia-delissen.com/